Roma

Für 160€ hin und zurück. Inklusive 3 Übernachtungen. In Europa lässt es sich günstig reisen, wenn man die richtigen Daten auswählt. Im Januar sind 15 °C und Sonne angesagt in Rom. Wir fliegen 2 Stunden und landen in einer anderen Welt. Gut, dass die Sonnenbrille im Handgepäck ist. Der Bus bringt uns in die Stadt, Endstation „Termini“, unfreundliche Busfahrer, die nicht sprechen, oder zumindest nicht mit Touristen. Palmen und Pinien fliegen am Fenster vorbei. Der Bahnhof erscheint größer als der Flughafen, 1000 Menschen wollen in die entgegengesetzte Richtung von uns. Das Hotelzimmer ist klein, aber günstig und sauber, im Via Piave.

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Es fahren alle 10 Minuten Busse. Wir nehmen den, der uns zum Vatikan bringt. Die Stadt riecht nach warmen Steinen. Noch mehr Pinien und alte Gebäude in jeder Straße.

Der Petersplatz ist abgesperrt und die Schlange hält uns davon ab, in den Dom zu gehen. Wir haben eine Führung in den Museen gebucht, sodass wir nicht anstehen müssen. Stattdessen warten wir 45 Minuten mit der Gruppe am Treffpunkt, um dann zusammen, ohne Anstehen, reinzukommen. Im Schatten ist es kühl und ich freue mich, meine Winterjacke dabei zu haben. Jede Minute auf dem Weg zum Museumseingang fragen uns Leute, ob wir eine Tour gebucht haben. Ja, haben wir, ja, „guided tour“. Und einen Selfie-Stick wollen wir auch nicht kaufen.

Im Museum laufen wir die ersten 8 km. Pharaonen und Hieroglyphen, Marmorstatuen und Wandteppiche. Michelangelos Erschaffung Adams. Nicht stehenbleiben, keine Fotos. Wir machen trotzdem ein heimliches und hoffen, nicht erwischt zu werden. Nach der sixtinischen Kapelle kann man das gleiche Bild 100 mal als Puzzle kaufen.

Wir laufen weiter zur Engelsburg, außen herum und über die Aeliusbrücke, essen Pizza und gehen weiter zum Piazza Navona, Pantheon und zum Trevi-Brunnen. Wie immer sind die Plätze voll, aber nicht so überfüllt wie im Sommer. Wir könnten Münzen in den Brunnen werfen, wie die asiatischen Touristen, die für Fotos posieren. Über die linke Schulter. Aber wir vergessen’s und fangen lieber noch ein digitales Pixeltier auf dem Phone.

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Bei Sonnenuntergang sind wir an der spanischen Treppe angekommen und machen Selfies. Warum haben wir keinen Selfie-Stick gekauft? Nur 2 von 10 Bildern werden gut. Zum Abendessen gibt es natürlich Pizza und panierte Vorspeisen, die etwas zu viel des Guten waren. Wir kaufen uns ein paar Bier im Supermarkt und nehmen sie mit aufs Hotelzimmer.

Zum Frühstück gibt es alles, sogar warme Kartoffeln. Auch heute laufen wir 14 km, aber es macht nichts, denn es gibt so viel zu sehen. Wir merken nicht, wie weit wir laufen, obwohl unsere Beine langsam schmerzen. Unser Roma Pass bringt uns ohne Umschweife ins Kolosseum. Es ist so groß, dass die tausenden Menschen sich gut verteilen.  Trotzdem bin ich genervt von Gruppen, die uns den Weg versperren. Ich muss an Gladiator denken. Wir gehen rüber zum Palatin und füttern Tauben. Laufen durch die Ruinen und sonnen uns. Wir können nur noch langsame Schritte gehen, weil unsere Füße langsam platter werden. Früher sind die Leute noch weiter gelaufen und hatten keine Sportschuhe. Früher haben sie diese tonnenschweren Steine aufeinander gelegt, die heute immer noch am selben Platz stehen. Das Forum Romanum schaffen wir nicht mehr.

Am letzten Abend suchen wir in der Nähe des Hotels eine Bar für einen Abschiedscocktail. Zufällig laufen wir ins „Hangout Café“ und treffen den selbst ernannten „besten Barkeeper in town“ Magic. Er ist happy für uns und macht mir nur Cocktails, die ich nicht bestellt habe. Aber eben die besten der Stadt.

Am nächsten Tag fliegen wir wieder in die Kälte zurück. Im Billigflieger sehen wir einen deutschen Promi, der auch Geld spart.

Mein Foto vom Römischen Tor kann man hier als Leinwand bestellen.

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